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Zwischen 1993 und 1994 wurden gemeinsam mit
der Firma Beilhack aus Rosenheim 2 Hochleistungs- Bahnschneeschleudern
vom Typ HB 1600 für die Deutsche Bahn AG gefertigt. Diese
sind selbst fahrbar und räumen mit einer maximalen Geschwindigkeit
von 90 km/h die ICE Strecken.
Des weiteren wurden zwischen 1993 und 1996
1 Schneeschleuder HB 1200, 2 Schneeschleudern GKW 12 für
Russland und 6 funkferngesteuerte Schneepflüge BA 850
für die DBAG gebaut.
Seit 1998 setzt das Dampflokwerk Regel- und
Schmalspurlokomotiven für die DBAG, Privatbahnen, Museumsbahnen
und Eisenbahnvereine des In- und Auslands instand, modernisiert
Schneepflüge und Schneeschleudern und baut Kessel für
historische Dampflokomotiven aus ganz Europa. Auch die Aufarbeitung
von historischen Reisezugwagen nimmt einen hohen Stellenwert
in der heutigen Produktionspalette des Dampflokwerks ein.
Mit
der Instandsetzung von Diesellokomotiven der Baureihe V60
wurde seit 2003 ein neues Geschäftsfeld erschlossen.
Die Lokomotiven erhalten eine Hauptuntersuchung nach §32
EBO und auf Kundenwunsch eine Remotorisierung auf Caterpillar-Motor.
Ein besonderer Höhepunkt in der Komponentenfertigung
war zweifellos der Neubau des Dampfkessels für die britische
Neubaulok vom Typ „A 1“, welche im Sommer 2006
zur Auslieferung gebracht wurde. Dieses Projekt war für
das Dampflokwerk gleichzeitig auch ein wichtiger „Türöffner“
in den englischsprachigen Raum. Der aktuell in der Fertigung
befindliche Kessel für die Lok „3801“ aus
Australien wäre ohne die Referenzen aus Großbritannien
sicherlich nicht an das Dampflokwerk vergeben worden.
Aufsehen erregten nicht zuletzt auch die Neubauprojekte
der Jahre 2008 und 2009. In einer Bauzeit von weniger als
12 Monaten gelang es die Lok 99 324 für die Mecklenburgische
Bäderbahn „Molli“ GmbH auf die Schiene zu
stellen. Es war fast 50 Jahre her, dass die letzte Neubaudampflok
für den Regelbetrieb eine Werkstatt in Deutschland verlassen
hatte. Mit diesem Projekt konnte bewiesen werden, dass man
auch heute durchaus noch in der Lage ist, komplette Dampflokomotiven
neu entstehen zu lassen.
Parallel
zur 99 324 wurde auch das zweite Neubauprojekt, die „Sächsische
I K Nr. 54“ umgesetzt. In enger Kooperation mit zahllosen
Firmen im Freistaat Sachsen konnte die erste sächsische
Serienschmalspurlokomotive als repräsentatives Unikat
an den Auftraggeber „VSSB e.V.“ übergeben
werden.
In den letzten Jahren war es uns möglich,
ein weiteres, wichtiges „Standbein“ für das
Dampflokwerk Meiningen zu erschließen. Es sind die Eisenbahndrehkräne
(EDK) der DB Netz AG, welche im Bereich der Notfalltechnik
vorgehalten werden. Diese Kräne mit Tragkräften
von 75 bzw. 160 Tonnen stellen höchste Anforderungen
an das Fachwissen unserer Handwerker. Aber auch die notwendige
Koordination der zahlreichen Partnerfirmen ist dabei nicht
zu unterschätzen. |